Energy. Everywhere. Der Podcast von Emerald Horizon.
Shownotes
Wir sprechen über: • wie ADES funktioniert und warum es als „Energieofen“ beschrieben wird • welche Rolle der Teilchenbeschleuniger im System spielt • warum Thorium als Alternative zu Uran gilt • wie sich Sicherheit und Effizienz grundlegend von herkömmlicher Kernenergie unterscheiden • welche Bedeutung grundlastfähige Energie für unsere Zukunft hat • wo ADES konkret eingesetzt werden kann – von Industrie bis Infrastruktur • und wie diese Technologie die globale Energieversorgung nachhaltig verändern könnte
Außerdem werfen wir einen Blick in die Zukunft: Welche Rolle kann ADES bis 2035 und darüber hinaus spielen? Und wie kann Europa dabei eine führende Rolle übernehmen?
Zitat der Folge: „Wir haben ein großes Geschenk vom Himmel bekommen: Thorium – das uns erlaubt, unglaublich viel Energie auf kleinstem Raum zu gewinnen.“
🎧 Diese Folge ist für alle, die verstehen wollen, wie Energie unabhängig, sicher und überall verfügbar werden kann.
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00:00:01: Sprecher 1 Wir haben ein großes Geschenk vom Himmel bekommen: Thorium, das uns erlaubt ist, Energieträger ganz viel Energie auf ganz, ganz kleinem Volumen abzugreifen.Und das bedeutet, dass wir eine Möglichkeit haben, Energie zu gewinnen, wo immer wir wollen. Dieser Energieofen, mit dem wir arbeiten, namens ADES, ist genau diese Maschine, die uns 24/7 Energie bietet. Atomkraftwerke sind, mit Verlaub, nicht smart. Sie sind eine alte Technologie, die hervorgebracht wurde, um Plutonium zu gewinnen für die Waffenproduktion. Mit Thorium gehen wir einen komplett neuen Weg. Wir nutzen das Thorium in dem flüssigen Salz, um die Energie freizusetzen und das bis zu 80% der Energie, die möglich ist. Und darüber hinaus können wir das Thorium insofern besser verwerten als Ganzes und es bleibt auch weniger Reststoff übrig, der als Problem betrachtet werden kann. Energy Everywhere: Wie sichern wir die Zukunft der Energieversorgung? Die Antwort im neuen Podcast von Emerald Horizon: Energy Everywhere für alle, die wissen wollen, was nach Öl, Gas und Kohle kommt. Sprecher 2
Neue Maßstäbe in Energieversorgung, Energiespeicherung und technologischer Innovation, darum geht es bei Energy Everywhere, dem Podcast von Emerald Horizon.: Und damit herzlich willkommen zur 2. Folge. Nachdem wir in der 1. Episode über die großen Zusammenhänge der Energiezukunft gesprochen haben, gehen wir heute einen Schritt weiter.Wir schauen uns die Technologie dahinter mal genauer an. Da kommen jetzt Begriffe wie Thorium, Teilchenbeschleuniger oder subkritische Systeme zur Sprache. Das klingt jetzt für viele wahrscheinlich sehr kompliziert oder komplex und ich kann Ihnen sagen, für mich anfangs auch. Aber genau diese Komponenten könnten eine zentrale Rolle in der Energieversorgung der kommenden Jahrzehnte spielen. Und dazu begrüßen wir heute einen Gast, der wie kaum ein anderer Einblicke in diese Entwicklungen geben kann: Dr. Mario Müller, Vice President und Forschungsleiter bei Emerald Horizon. Er verantwortet die technologische Entwicklung hinter ADES, einem System, das das Potential hat, Energieerzeugung komplett neu zu definieren. Herr Doktor Müller, ich bin sehr gespannt und herzlich willkommen bei Energy Everywhere.
00:02:25: Sprecher 1 Vielen herzlichen Dank für die Einladung, schön, dass ich da sein darf.
00:02:28: Sprecher 2 Ich freue mich schon sehr auf das Gespräch mit Ihnen und bevor wir in dieses hineinstarten, lassen Sie mich sagen, ich finde, ich habe ja schon ein bisschen auch über Sie recherchiert, Sie besitzen eine außergewöhnliche Fähigkeit. Sie sind eine Koryphäe am Technologiesektor und gleichzeitig auch imstande, die Inhalte so zu erklären, dass wir alles ja auch verstehen können. Danke schon mal dafür. Ist dieses Talent angeboren oder ist es mit der Zeit angelernt antrainiert worden?
00:02:56: Sprecher 1 Ich würd sagen, es ist beides. Wenn man sich von klein auf mit Technik beschäftigt, als kleiner Pub mit Spielsachen, Matadoren, Fischertechnik, irgendwann wachst man hinein, dann kommt natürlich die Ausbildung dazu, darüber hinaus die Begeisterung im Team zu arbeiten. Also wir machen ist eine sehr komplexe Technologie, das schafft man alleine nicht, also man muss gemeinsam an den Dingen arbeiten und dann kommt natürlich auch die Zugabe von den Freunden, Bekannten und anderen Experten, die einen erlauben, das leichter zu erklären, weil jede Technologie hat eben ihre Sprache, sowie Kommunikation gewisse Fähigkeiten braucht, braucht auch die technische Kommunikation eine gewisse Fähigkeit und ich glaub mittlerweile funktioniert es ganz gut.
00:03:39: Sprecher 2 Denn sie hat ja natürlich auch ihre Tücken, klarerweise so oder so, egal ob angeboren, angelernt, zu welchem Verhältnis auch immer, es kommt vor allem Ihnen jetzt, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, zugute. Wir haben in der 1. Folge von Energy Everywhere bereits einiges über ADES erfahren und heute fangen wir einfach mal bei den Grundlagen an. Zuallererst, was ist ADES? Wie würden Sie dessen Funktionsweise in ganz wenigen Sätzen beschreiben?
00:04:08: Sprecher 1 Ja, also damit man es im allgemeinen Verständnis sich gegenwärtig machen kann, ah, das ist ein ein hochkomplexer Energieofen. Das bedeutet, wir erzeugen Hitze am Ende des Tages oder am Ende der der der gesamten Technologie, aber mit einer Art und Weise, wie man sie bis dato noch nicht kannte. Wir haben ein großes Geschenk vom Himmel bekommen, darauf gehe ich später noch ein, Thorium, das uns erlaubt ist, Energieträger ganz viel Energie auf ganz, ganz kleinem Volumen abzugreifen. Und das bedeutet, dass wir eine Möglichkeit haben, Energie zu gewinnen, wo immer wir wollen. So auch der Name unseres Podcasts Energy Everywhere. Und genau Thorium bietet uns diese Möglichkeit. Dieser Energieofen, mit dem wir arbeiten, namens ADES, ist genau diese Maschine, die uns 24/7 Energie bietet. Das ist eben genau etwas, was wir in der heutigen Zeit brauchen und suchen. Wir müssen uns loslösen von Abhängigkeiten, die gegeben sind und in aller erster Linie natürlich von CO2 und fossilen Energieträgern und das ist genau diese Maschine, mit der wir das machen können, eine neue Form von Kernenergienutzung ohne das gesamte Dilemma der Vergangenheit und der Stigmatisierung der alten Kernenergietechnik, wie ich sie nenne.
00:05:21: Sprecher 2 Ja, das klingt hervorragend und ich bin mir sicher, dass jetzt viele, die zuhören, sagen, bitte erzählen Sie mir mehr. Das machen wir natürlich jetzt gleich. Ein weiteres zentrales Element von ADES ist jetzt dieser Teilchenbeschleuniger, der schon heute angesprochen wurde. Welche Funktion übernimmt er jetzt innerhalb des Gesamtsystems und warum ist er für den Betrieb so wichtig?
00:05:41: Sprecher 1 Ja, Sie können sich das so vorstellen wie ein Feuer. Ein Feuer braucht Sauerstoff, um brennen zu können. Wenn Sie diesem Feuer den Sauerstoff absperren, dann brennt das Feuer nicht mehr und für ADES ist der Teilchenbeschleuniger so was wie der Sauerstoff für das Feuer. Und wir können mit diesem Teilchenbeschleuniger etwas erzeugen, nämlich Teilchen, die letztendlich zur Energiefreisetzung im Thorium führen. Das bedeutet, der Teilchenbeschleuniger, das können Sie sich vorstellen, wie bei einem alten Fernsehbildröhre, wo auf der Rückseite die Teilchen erzeugt wurden und auf der Vorderseite hat man da das Bild gehabt, weiß nicht, ob die lieben Hörerinnen und Hörer das noch kennen.
00:06:18: Sprecher 2 Das heißt, diese Technologie gibt es schon sehr lange.
00:06:21: Sprecher 1 Ja, Teilchenbeschleuniger gibt es seit fast 100 Jahren mittlerweile, aber was sich getan hat, die Teilchenbeschleuniger werden immer kleiner. Und das ist auch etwas, das wir natürlich aufgegriffen haben, diese technischen Entwicklungen, die parallel zu unserer Entwicklung passieren. Und mit diesem Teilchenbeschleuniger erzeugen wir Teilchen, nämlich Protonen, und mit einer zweiten Komponente unserer Maschine wandeln wir diese Protonen in Neutronen um. Die sind eigentlich unser wirkliches Werkzeug, aus dem Teilchenbeschleuniger Neutronen zu erzeugen. Mit diesen Neutronen machen wir diese Energiefreisetzung, die letztendlich über den Teilchenbeschleuniger möglich wird. Und wenn der Teilchenbeschleuniger abgeschalten wird, was sehr gut geht, dann gibt es keine Kernenergie und das ist ein proaktiver Zugang zu Kernenergie. Man muss nicht wie bei einem Kernkraftwerk, wie es heutig ist, das eher einem Lagerfeuer entspricht, das sich wild ausbreiten kann. Wenn man es nicht eindämmen kann, gibt es das bei uns nicht, weil bei uns von Haus aus nur Energie frei wird, wenn wir den Teilchenbeschleuniger laufen haben, sprich, wenn wir Sauerstoff dem Feuer zuführen. Und deshalb sind wir hier von der Sicherheit unschlagbar, weil die Sicherheit in der Physik des Systems liegt. Also die Natur geben wir vor durch das, wie wir es konstruiert haben und damit ist der Teilchenbeschleuniger das Werkzeug der Zukunft, um keine Energie abzugreifen.
00:07:36: Sprecher 2 Das heißt, es ist eine Art kontrollierte Energie. Das klingt schon mal sehr gut, wir haben es in der Hand und in diesem Zusammenhang mit ADES wird daher auch oft von einem subkritischen System gesprochen. Können Sie das noch einmal genau ausführen, warum das auch so entscheidend ist für die Sicherheit?
00:07:52: Sprecher 1 Ich, ich benutz wieder dieses Beispiel mit dem Lagerfeuer und mit dem Ofen. Das Lagerfeuer ist ein ein Feuer, das sich selbst erhält und wenn man aber nicht drauf achtet, wenn man das im Wald zum Beispiel entzündet, dann kann sich dieser dieser Brand ausbreiten, unkontrolliert. Ich kann es dann auch nicht mehr eindämmen, ich kann da nur zuschauen, dass ich den Schaden begrenze, was wir natürlich von den klassischen Kernenergietechniken kennen. Wir alle haben das die Bilder noch im Kopf, mittlerweile knapp 40 Jahre her und das andere, nämlich unser ADA-System, ist eher wie ein Ofen, bei dem wir die Sauerstoffzufuhr kontrollieren. Wenn wir den Sauerstoff abdrehen, dann gibt es keine Energie aus dem Ofen. Wenn wir Sauerstoff zuführen, sprich den Teilchenbeschleuniger einschalten, dann brennt in dem Ofen das Feuer und wir können die Wärme abgreifen. Nur mit dem riesen Vorteil, bei uns brennt nichts und deshalb haben wir kein Kohlendioxid und trotzdem Hitze. Und das ist genau der riesen Vorteil, den wir mit dem System haben. Wir haben es kontrollierbar, wir haben die Hitze, die wir brauchen, ohne CO2-Emission. Und das Ganze subkritisch bedeutet, dass das System nicht wie bei einem Lagerfeuer sich zu einem Waldbrand ausbreiten kann, sondern dass es schön begrenzt in einem kleinen Volumen haben, in unserem Fall 140 Fuß Container, den kennt jeder von einem Sattelschlepper, da ärgert man sich manchmal auf der Autobahn, wenn man hinterher fährt, aber es ist ein super Maß, dass man sehr gut transportieren hat, auch gut produzieren kann.
00:09:09: Sprecher 2 Und das auch überall Platz findet.
00:09:12: Sprecher 1 Everywhere, wo Energie benötigt.
00:09:15: Sprecher 2 Ist, sind wir wieder beim Stichwort.
00:09:16: Sprecher 1 Können wir die Energie bereitstellen, genau. Und was jetzt auch eben noch dazu kommt als Unterschied bei dieser Energiegewinnung ist eben dieses Geschenk des Himmels, wie sie es genannt haben, das Thorium.
00:09:28: Sprecher 2 Es klingt fast wie ein Superheld, Thorium. Wenn wir jetzt Thorium mit Uran vergleichen, wo liegen da aus ihrer Sicht die wesentlichen Unterschiede und vor allem die Vorteile? Wie schaut es da aus mit Thorium? Ist es besser verfügbar, haben sie schon gesagt, geh sicherer und wie wird es auch entsorgt, weil das ist auch oft eine ganz kritische Frage.
00:09:47: Sprecher 1 Also Thorium, wie ich schon gesagt hab, ist ein Geschenk des Himmels. Warum? Weil es eigentlich weit, weit draußen vor Myriaden von Jahren im All entstanden ist, durch kosmische Vorgänge, Sternenexplosion und so weiter. Es ist und ich nenn es gern auch so, die kosmische Energie, ne, weil es gespeicherte Energie im Thorium ist. Das heißt, der Himmel, das Universum, hat diese Energie in Form dieses Materials gespeichert. Das ist dann über Kometen auch zur Erde gekommen und wir vergleichen das auf der anderen Seite mit dem, was wir von der Sonne bekommen, solare Energiequellen. Aber die Frage, die sie mir gestellt haben, war der Unterschied zwischen Thorium und Uran. Ich nenne Thorium gern die zivile Schwester vom militanten Bruder Uran. Warum? Weil Uran ursprünglich den Erfolgsweg gefunden hat, weil es waffenfähig ist, weil man daraus Atombomben bauen kann. Und als Spin-off wurden Kernkraftwerke gebaut, die man natürlich aus dem Uran ableiten kann. Mit Thorium können sie keine Waffen bauen. Thorium ist im Prinzip ein Material, das auch sehr häufig vorkommt, auf der Welt gut verteilt ist. Also, die Internationale Atomenergiebehörde mit Sitz in Wien tituliert momentan die Mengen auf 6000000 Tonnen, ausreichend genug, um Energie für die nächsten tausenden von Jahren für die Menschheit bereitzustellen. Thorium hat auch den Vorteil, ich muss es nicht anreichern, wie beim Uran für einen Kernreaktor. Das Thorium, wie wir es verwenden, ist noch dazu in flüssiger Form in einem Salz zu Hause. Das heißt, wir können das Thorium auch viel besser in der Ernteeffizienz abgreifen. Das heißt, viel mehr von dem Thorium kann tatsächlich in Energie umgewandelt werden. Beim Uran im Vergleich dazu werden nicht einmal 3% des Urans, das in einen Kernreaktor kommen, tatsächlich Energie und das ist auch die Grundlage für den gesamten Atommüll, den wir als Problem haben. Ist ein Problemstoff, nicht aufgrund dessen, dass die Energie nicht da wäre, sondern weil wir es technisch nicht besser nutzen können. Aber Atomkraftwerke sind, mit Verlaub, nicht smart. Sie sind eine alte Technologie, die hervorgebracht wurde, um Plutonium zu gewinnen für die Waffenproduktion. Mit Thorium gehen wir einen komplett neuen Weg. Wir nutzen das Thorium in dem flüssigen Salz, um die Energie freizusetzen und das bis zu 80% der Energie, die möglich ist. Und darüber hinaus können wir das Thorium insofern besser verwerten als Ganzes und es bleibt auch weniger Reststoff übrig, der als Problem betrachtet werden kann. Im Gegenteil, wir haben so wenig Reststoffe im System drinnen, dass wir am Ende der Laufzeit nach knapp 20 Jahren hier eigentlich nur eine eine Abfallthematik haben, die einem medizinischen Abfall entspricht, wie man sie in Seibersdorf bei Wien lagert. Ja, also hier haben wir sehr viele Vorurteile, gegenüber den vielen Nachteilen, die im Prinzip aus der umraren Welt folgt.
00:12:29: Sprecher 2 Ja, da ist man ja schon fast verleitet zu sagen, möge die kosmische Energie immer mit uns sein, denn sie ist wirklich mehr als nur ein Alleskönner in diesem Falle und möge sie immer mit uns sein ist auch schon das nächste Stichwort, denn es geht um die sogenannte Grundlastfähigkeit. Sie haben das heute schon einmal angesprochen, Twenty Four Seven, 7 Tage, 24 Stunden rund um die Uhr kann A das Energie liefern und das auch unabhängig von Sonne und Wind.
00:12:54: Sprecher 1 Genau das ist da der wesentlichste Punkt dabei. Wir brauchen grundlastfähige Komponenten in unserem Energiesystem. Wenn wir keine Grundlast liefern, dann laufen wir Gefahr, Blackouts zu erfahren, wie es letztes Jahr in Spanien passiert ist. Wir laufen Gefahr, dass wir kritische Infrastruktur nicht bedienen können, das sind Krankenhäuser, das sind Schulen, das sind Sicherheitssysteme im Verkehrswesen, in der Luftfahrt. Das wollen wir nicht, das brauchen wir auch nicht. Ich sehe auch niemals die Diskrepanz zwischen erneuerbaren, solarbasierten Energiequellen und den nuklearen Thorium-basierten Energie. Im Gegenteil, es sind Geschwister, die miteinander die Grundversorgung für unser gesamtes Leben bieten können. Thorium mit ADES als Technologieaufbereiter und auch Werkzeug, um die Energie abzugreifen, kann und wird 24/7 Support liefern. Das heißt, wir können dann Energie liefern, wenn wir die Energie brauchen, dass nicht nur da in Österreich, sondern auch darüber hinaus. Ganz wichtig ist mir auch, dass wir auf der Welt sehr viel Energiearmut noch haben. Es gibt sehr viele Menschen, die keinen Zugang zur freien Energie haben und wir wissen alle, Energie ist die Sicherung von Wohlstand. Energie ist auch die Grundlage für Evolution. Es gibt ohne Energie keine Entwicklung, egal in welchen Systemen man schaut. Und es gibt vor allem, wenn man südlich des europäischen Kontinents auf Afrika schaut, noch sehr, sehr wenig Energie in der Basisversorgung. Und ich glaub, dass dieser Kontinent hier ein wesentliches Beispiel auch zeigen wird, wie man hier eine ganze Technologiestufe überspringen kann, ähnlich wie es Afrika gerade mit der Telefonie erlebt. Es wird in Afrika zum Großteil keine kabelgebundene Telefonie geben, sondern man geht gleich auf Funk. Und ich würd mir wünschen, dass der afrikanische Kontinent die klassischen Großkraftwerke überspringt und gleich auf modulare Konzepte wie A.
00:14:38: Sprecher 2 Das geht. Je länger ich Ihnen zuhöre, desto mehr komme ich zum Schluss, dass ADES wirklich ein Gamechanger für die Energieversorgung ist und welche technologischen Eigenschaften rechtfertigen diese Einordnung aus ihrer Sicht zusätzlich noch?
00:14:52: Sprecher 1 Also, ADES ist nicht nur nicht uranbasiert, es ist nicht nur durch die subkritische. Energiegewinnung quasi sich auszeichnen, sondern darüber hinaus auch durch seine Modularität und Skalierbarkeit. Das bedeutet auch, dass wir das System ähnlich bauen wie Autos. Ein klassisches Kraftwerk, ob es jetzt Kernkraftwerk oder kalorisches Kraftwerk ist, ist eigentlich immer sehr, sehr groß wie eine Stadt und sie brauchen auch recht viel Infrastruktur und Personal, um so ein System zu betreiben. Es ist auch eine Anlage, eine maschinenbautechnische Anlage. Was wir machen, ist eine Maschine und diese Maschine kann man replizieren vervielfältigt, bauen wir ein Auto. Das heißt, wir haben einmal die Entwicklung für System, einmal die Zulassung für das System und dann können wir es hundert und tausendfach vervielfältigen. Und das ist auch genau das Ziel, das wir verfolgen. Wir sprechen auch in der Absicht einer sogenannten Flottenzulassung. Das heißt, nicht bei jedem einzelnen System will man Einzelzulassungen erreichen, sondern gemeinsam für die gesamte Technologie, wie oft wir sie auch bauen. Ja, also wir haben mal ehrgeizig überlegt, 3% der Weltenergieversorgung anzustreben, da bräuchten wir ungefähr 25000 von unseren ADES. Das ist gar nicht damals so viel, wenn man das vergleicht, wie viel hunderttausend und Millionen Autos gebaut werden. Das heißt, es ist technisch machbar und auch absehbar, dass es in diese Richtung geht und wir haben sehr viel interessante Kooperationspartner, mit denen wir das ermöglichen werden.
00:16:15: Sprecher 2 Ich glaube, viele, die jetzt zuhören, werden sagen, ja, legen wir los. Es ist einfach wirklich ein nachhaltiges, ein sicheres, ein vor allem friedvolles was in unseren Zeiten ganz wichtig ist, stabiles, widerstandsfähiges Energiesystem und es lässt sich ebenso, wie Sie es gesagt haben, auch in die bestehende Energieinfrastruktur integrieren. Das heißt, in einer Stadt, in einem Dorf am Land, soll es jetzt in Ihrem Plan eine Ergänzung schon von bestehenden Netzen und Erzeugungsformen sein oder beziehungsweise soll es Systeme gar komplett ersetzen? Was ist da Ihre Vision?
00:16:48: Sprecher 1 Also ganz klar, es ist ein neuer Baustein im Energiesystem und wir wollen niemanden verdrängen, aber es gibt von Mark Twain einen schönen Spruch, der lautet: 'Das Bessere ist der Feind des Guten.' Und wenn unser System besser ist, dann wird sich zeigen, welche wir verdrängen. Aber das zeigt die Technologie an und für sich. Also es wird niemand heute noch einen alten Röhrenfernseher einem Flachbildschirm vorziehen, weil einfach die Vorteile so evident sind, dass man es nicht einmal argumentieren muss. Es muss einfach geschaffen werden, in die Welt gebracht werden und diejenigen, die Energie brauchen, die werden förmlich danach schreien. Weil Energie ist ein Grundbedürfnis des Daseins und wir können unser System ja auch mit volatilen, mit flatter Energiequellen wie Photovoltaik und Windpower und und Wasserpower sehr gut koppeln. Es ist kein Widerspruch, ist ein sich komplementär ergänzendes Ganzes, das zu unser allen Vorteil führt und die Sicherheit gewährleistet. Und wenn wir momentan aus der geopolitischen Lage das lernen können, dann ist es, dass um Energiekriege geführt werden. Es werden Menschen in ihrer ihrer Lebensqualität eingeschränkt. Wir leiden alle an den Tankstellen momentan, weil die Energie so teuer ist. Warum? Weil wir uns von Oligarchen und Ölprinzen abhängig gemacht haben und genau das ist etwas, was ADES als Baustein im Energiesystem abstellen kann. Und das ist der Grund und auch die innerste Motivation meinerseits, dass ich mich voll da reinhänge und das vorantreibe. Und ich mache es ja mittlerweile nicht mehr allein. Am Anfang waren wir ziemlicher Einzelkämpfer, mittlerweile sind wir eine Community geworden, mit diesem Podcast hoffen wir auch unsere Community zu erweitern und deshalb danke auch für das tolle Gespräch.
00:18:25: Sprecher 2 Ja, ich freue mich auch sehr und ich weiß nicht, wie vielen Menschen ich schon davon erzählt habe. Also es ist, um wieder zum Feuer zurückzukommen, ich füge zum Ofen und zum Lagerfeuer auch noch das Lauffeuer dazu. Genau, dass es sich genauso verbreitet, die Botschaft auf alle Fälle. Wenn wir jetzt noch mal direkt über ADES sprechen, über die technische Komponente, in welchen Bereichen ist jetzt ADES aus ihrer Sicht relevant? Reden wir da eher von der Industrie oder von privaten Haushalten? Soll das das Netz stabilisieren oder auch kritische Infrastruktur versorgen? Welches Potenzial steckt da jetzt hinter ADES?
00:18:59: Sprecher 1 Also, wo immer Energie nötig ist, hat ADES seinen Platz. Das beginnt bei der Versorgung von industrieller Wärme. ADES hat den Vorteil, dass es bis zu 900 Grad Celsius Wärme bereitstellen kann. Das ist für manche Industrien besonders spannend. Sie erleben momentan den Begriff der Dekarbonisierung der Industrie. Es ist ein nicht nur ein Schlagwort, sondern mittlerweile auch ein essentieller Umbau, der da stattfindet. Das geht von kleinen Industriebetrieben bis zu Riesenindustriebetrieben, die natürlich sehr viel CO2 auch emittieren, bis hin zu Zementwerken. ADES wird dort überall seinen Platz finden können. Darüber hinaus kann man ADES natürlich verbinden mit Turbinen, um Strom zu produzieren. Sie können aber auch das genauso nutzen, um Wasserstoff zu produzieren. Wir haben unglaublich viel CO2-Emissionen in unseren Verkehrssystemen, also vom Auto beginnen bis hin zur Schifffahrt bis zur Luftfahrt. Da gibt es aber auch viele Bewegungen, die darauf zielen, Wasserstoff zu verwenden. Wasserstoff ist nur momentan sehr, sehr teuer, um es zu produzieren. Wenn Sie eine Energiequelle haben, die Sie dezentral wo aufstellen können, zum Beispiel bei einem Flughafen, Sie könnten den Wasserstoff direkt am Flughafen produzieren, dann können Sie Aviation Luftfahrt auch mit Wasserstoff ermöglichen. Die Flugzeugentwicklung Richtung Wasserstofftechnik schreitet voran, sodass das absehbar ist, wenn Wasserstoff billig verfügbar ist, werden wir in Zukunft auch mit Wasserstoff durch die Lüfte fliegen und alles, was dann hinten beim Kondensstreifen rauskommt, ist tatsächlich Wolke, nämlich Wasserdampf.
00:20:22: Sprecher 2 Ja, das ist wunderschön, da sind wir wieder beim Geschenk des Himmels. Also schließen sich die Kreise im übertragenen und auch im wortwörtlichen Sinne. Wo steht denn jetzt die Entwicklung von ADES derzeit aus wissenschaftlich-technischer Sicht? Und welche sind jetzt auch die nächsten Stepping Stones, also die nächsten Meilensteine, um aus dem Entwicklungsstadium heraus auch in eine praktische Anwendung zu kommen? Weil auf die warten sicher schon sehr viele.
00:20:47: Sprecher 1 Die Die Physik ist bekannt, die Technologie wird entwickelt und darüber hinaus haben wir natürlich viele Tests an Komponenten und Systemen, die uns erlauben, das System zu verstehen, zu verbessern und auch mit unseren Experten und Kompetenzpartnern national und international abzustimmen. Ganz wichtig sind für uns natürlich jene Partner, die uns erlauben, das, was sie als Prototyp im Labor entwickelt haben, auch hinauszubringen in die Realität. Das bedeutet überzuleiten, wir nennen das intern Transition Process, das heißt, wir erfahren mit unseren Partnern gemeinsam, was uns noch fehlt, um daraus ein Serienprodukt zu machen, weil wir keine Anlage bauen, sondern eine eine Maschine. Hier haben wir Partner, einen großen Partner in den Niederlanden. Das ist insofern auch für uns sehr, sehr spannend als Territorium, weil die Niederlande in Summe einen unglaublichen tollen Rahmenbau haben als Land. Die sind sehr pronuklear. Die wollen auch im Prinzip Kernenergie nutzen, weil sie erkannt haben, die waren schon mal draußen aus der Kernenergie und sie sagen, mit der neuen Kernenergie beschreiten wir neue Wege und können auch garantieren, dass wir im Land ausreichend Energie haben. Und das ist genau das Ziel, das wir brauchen: Energiesouveränität aus europäischer Hand. Vielleicht darf ich das auch sagen, dass der Großteil der Technologien, die wir verwenden und die wir einsetzen, aus Europa kommen. Und vieles davon vom Know-how, auch zumindest aus Österreich. Wir dürfen in Österreich nicht alles machen, noch nicht, aber wir sind stolz darauf, dass sie sagen können, es ist eine europäische Idee, die wir hier verfolgen. Und je länger wir es machen und je mehr wir zum Ziel und je näher wir zum Ziel kommen, desto mehr zeigt sich, Europa ist der beste Platz, wo man sein kann, weil wir die ganzen Kompetenzen hier am Kontinent haben. Ja, wir glauben als Europäer, wir sind immer so klein und wir können nichts, ganz im Gegenteil, wir haben hier mehr Kompetenz in manchen Bereichen, als man sie in China oder in Amerika findet. Aber wir haben kein Bewusstsein und durch A das auch als Vision und als Mission auf dem Weg zum Ziel erkennen wir das und nehmen auch viele mit, die sich dessen noch nicht bewusst waren. Und das ist, das ich sag immer ein bisschen wie eine kleine Apollo-Mission, der Weg ist zum Mond, wie wir dorthin kommen, das lernen wir gemeinsam.
00:22:52: Sprecher 2 Das ist wunderschön im Team und gemeinsam wachsen, so wie Sie das von klein auf immer schon gemacht haben. Und weil Sie genauso wie auch das gesamte Unternehmen Emerald Horizon diesen Weitblick immer schon gehabt haben, ist ADES eben jetzt auf Schiene. Und vergrößern wir jetzt vielleicht diesen Weitblick ein bisschen, schauen wir vielleicht sogar schon so 10 bis 20 Jahre in die Zukunft. Ja, sind Sie schon dort angekommen? Ja, ja, welche Rolle soll ADES da für die Energieversorgung spielen?
00:23:20: Sprecher 1 Also, ich bin insofern schon in der Zukunft angekommen, weil ich glaube, wir alle, die wir hier auch hinter und vor den Mikrofonen sind, die Zukunft gewählt haben, als die Zeit, in der wir leben werden, ganz bestimmt. Und wir werden als einmal Horizon mit ADES sicher unseren Claim eingeschlagen haben. Also, wenn ich an 2035 bis 2050 denke, ist ADES ein Baustein, der aus dem Energiesystem nicht wegzudenken ist und ADES wird noch viel, viel mehr bewegen als das, weil ADES inspiriert zu neuen Speichertechnologien, alles inspiriert zu neuen Kombinationen von Energiebausteinen, weil das Energiesystem der Zukunft ist nicht ein Baustein, sondern ein Mix aus vielen Bausteinen und da ist auch das, was was anscheinend der Common Sense hier ist, gemeinsam ist die Devise und Europa hat in Summe da ein sehr gute Backbone, die wir auch brauchen, damit wir hier vorankommen und ich habe in meinem Bild oder meinem Denken das Ganze eh schon lang visualisiert, aber je länger ich laufe, desto mehr visualisieren es auch andere. Und deshalb sage ich für 2035 oder es wird schon deutlich vorher sein, dass die Energie in den Netzen fließt und auch dezentral fließen wird, wo wir gar keine Netze brauchen. Und mein größter Traum wäre, dass wir eben Zufriedenssicherung mit dieser Energie, die wir alles liefern, auch beitragen können. Denn es ist auch immer der Hintergrund von Energie als Ennebler, um aus Ideen Realitäten werden zu lassen und das ist nicht von mir, das ist von Aristoteles.
00:24:47: Sprecher 2 Sehr schön, aber ganz ehrlich, ich glaube, Sie sind mit Ihrem Weitblick, ich glaube, auf einem gleichen Level wie Aristoteles. Danke vielmals. Und für mich kann ich sagen, wenn ich so zuhöre, Aris beruhigt auch, weil es ist gut zu wissen, mit welcher Kompetenz wir hier in Europa mit Unternehmen wie Emerald Horizon in die Zukunft gehen.
00:25:08: Sprecher 1 Vielen herzlichen Dank dafür.
00:25:10: Sprecher 2 Herr Doktor Mario Müller, ich bedanke mich bei Ihnen. Vielen, vielen Dank für diese spannenden und zugleich, und das ist für mich eben immer das Wichtigste, verständlichen Einblicke in eine Technologie, die auf den ersten Blick vielleicht komplex wirkt, aber großes Potenzial für unsere Energiezukunft hat. Und danke auch Ihnen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, für das aufmerksame Dabeisein. Also, vielen herzlichen Dank einmal auch an Sie.
00:25:34: Sprecher 1 Danke für das nette Gespräch.
00:25:35: Sprecher 2 Wenn Sie mehr über Emerald Horizon und die Entwicklungen rund um ARDES erfahren möchten, dann finden Sie alle Informationen unter www.emerald-horizon.com. Wegweisende Lösungen für eine sichere und nachhaltige Zukunft, das ist Emerald Horizon. Und damit wünsche ich Ihnen viel gute Energie. Bis zur nächsten Folge von Energy Everywhere. Energy Everywhere. Wie sichern wir die Zukunft der Energieversorgung? Die Antwort im neuen Podcast von Emerald Horizon. Für alle, die wissen wollen, was nach Öl, Gas und Kohle kommt. Jetzt reinhören auf emerald-horizon.com und auf allen gängigen Podcast-Plattformen.
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